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Reichen freiwillige Bemühungen für mehr Flächensparen?

23.11.2018 | CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag

Klaus Holetschek, Mitglied der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag:

Wir wollen den Flächenverbrauch in Bayern deutlich und dauerhaft senken, denn der schonende Umgang mit Flächen schützt unsere Lebensgrundlagen und bewahrt unsere Heimat. Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, eine Richtgröße von fünf Hektar je Tag für den Flächenverbrauch in Bayern anzustreben. Diese Richtgröße hält auch die Opposition für sinnvoll. Wir zeigen damit, wie wichtig uns Nachhaltigkeit und Ökologie in Bayern sind.
 
2017 lag der Flächenverbrauch bei durchschnittlich 11,7 Hektar pro Tag. Es gibt also einiges zu tun. Jedoch bedeutet die genannte Fläche keineswegs vollständige Versiegelung. Sie beinhaltet in beachtlichem Umfang Grün- und Freiflächen, die die Bürger für naturnahe Freizeit- und Sportangebote nutzen können. Der Großteil der beanspruchten Fläche entfällt auf die Bereiche Wohnungsbau, Industrie und Verkehr – hier müssen wir auch in Zukunft Möglichkeiten für Weiterentwicklung erhalten! Denn Unternehmen brauchen Platz für Wachstum, damit unsere Arbeitsplätze gesichert und der Wohlstand bewahrt bleiben. Und das Problem der Wohnungsnot in Ballungsräumen lindern wir nur, wenn wir neue Wohnungen bauen können.
 
Für uns ist klar: Flächensparen gelingt nicht mit Verboten, wie sie die Grünen immer wieder fordern. Stattdessen schaffen wir gemeinsam mit den Kommunen Anreize, Flächen zu sparen. So starten wir die bayerische Entsiegelungsprämie, bei der jeder dauerhaft entsiegelte Quadratmeter finanziell gefördert wird. Im Rahmen der Städtebauförderung revitalisieren wir innerörtliche Leerstände nach dem Prinzip „Innen statt Außen“ und stärken so auch die Ortskerne. Im Bundesrat setzten wir uns zudem dafür ein, Aufstockungen von Gebäuden steuerlich zu fördern, was clever Flächen spart. Und im staatlichen Hoch- und Straßenbau achten wir darauf, Straßenerweiterungen an bestehenden Streckenführungen zu orientieren und große Kreuzungsbauwerke zu vermeiden, wo immer es möglich ist.

Landtagsbüro Andreas Lorenz

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